1. Bozcaada, Türkei
Erst von den Persern, dann Alexander dem Großen, dann den Römern und dann den Osmanen: Die nur 43 Quadratkilometer große Insel im Thrakischen Meer war seit jeher heiß umkämpft, und das nicht ohne Grund. Allein beim Blick auf das flache Hügelland, die malerischen Buchten, Lavendelfelder, Weinberge und gepflasterten Gässchen schaltet man ohne großes Zögern einen Gang zurück. Hier erwartet den Besucher ein Leben ohne Hektik, wo Einheimische draußen im Schatten Backgammon spielen, die Sonne immer scheint und gutes Essen und Wein den Tag versüßen. Wer die Insel besuchen möchte, fliegt am besten nach Istanbul und nimmt von dort die Fähre nach Bozcaada.
2. Elba, Italien
Obwohl die rund 20 Kilometer vor der Küste des italienischen Festlands gelegene Insel Elba nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel Italiens ist, ist der Name nicht gerade vielen deutschen Urlaubern geläufig. Elba lockt mit einer wechselvollen Geschichte, wunderschönen Küste und herrlichen Berg- und Waldlandschaft. Windsurfen, Meereskajak, Tauchen, Klettern und Mountainbiking sind nur einige der Aktivitäten, die dieses Inselparadies so reizvoll machen.
3. Gotland, Schweden
Mit einem Küstenstreifen von knapp 800 Kilometer Länge ist die Ostseeinsel Gotland unter Schweden zwar sehr bekannt, doch verschlägt es bisher nur ziemlich wenige deutsche Touristen hier her. Die mittelalterliche HauptstadtVisby wurde 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und verleiht der Insel zusammen mit dem Nationalpark sowie den über 100 Naturschutzgebieten ihren Charme. Aktivurlauber können aus einem breiten Angebot an Wanderungen, Radtouren, Reit- und Bademöglichkeiten wählen, während Geschichtsinteressierte über 100 mittelalterliche Kirchen und prähistorische Stätten erkunden können.
4. Poros, Griechenland
Poros ist eine kleine griechische Insel im Saronischen Golf. Wer hier Urlaub macht, sollte unbedingt den Lemonodassos, ein mit über 30.000 Zitrus- und Orangenbäumen bewachsener Wald, besuchen und die Ruhe der unendlich scheinenden Küste genießen. Poros ist idyllisch und kosmopolitisch zugleich. Nach Einbruch der Dunkelheit wird in den gemütlichen Cafés und urigen Kneipen für die richtige Stimmung gesorgt. Wer nach Abgeschiedenheit sucht, der muss auf dieser Insel, nicht lange suchen.
5. Holy Isle, Schottland
Die unweit der Isle of Arran an der Westküste Schottlands gelegene „Heilige Insel“ ist ein Ort der Besinnung, an dem kein anderer als ein buddhistischer Lama das Sagen hat. Besucher können einen oder mehrere Tage auf Holy Isle verbringen, um entweder die Gegend zu erkunden oder an spirituellen Kursen, wie Meditations-, Yoga- oder Traumkursen, teilzunehmen. Von Glasgow oder Prestwickgelangen man bequem mit dem Zug auf die Insel.
6. Træna, Norwegen
Die zerklüfteten Bergformationen und sattgrünen Wiesen dieser nur 65 Kilometer vor der norwegischen Küste liegenden Insel wären wohl niemandem ein Begriff, wenn es da nicht das Træna-Festival ─ das abgelegenste Musikfestival der Welt ─ geben würde. Einmal im Jahr kommen Musiker aus allen Winkeln der Erde zusammen, um auf ausgefallenen Bühnen, die u. a. in einer Holzkirche und Grotte stehen, ihr Bestes zu geben. Die Anreise allein ist eine Geduldsprobe: Als erstes geht es mit dem Flieger nach Bodo und von dort mit dem Boot nach Træna (Fahrzeit 6 Stunden). Lohnenswert ist die Reise allerdings allemal. Die Gastfreundschaft der Einheimischen ist einmalig, das Essen eine Klasse für sich und die Bühnenkulisse einfach malerisch.
7. Comino, Malta
Comino ist mit einer Einwohnerzahl von nur vier (ja vier!) Personen die kleinste bewohnte Insel des maltesischen Archipels. Ruhe und Abgeschiedenheit sind hier garantiert. Die Insel ist autofrei und ein wahres Paradies für Taucher, Windsurfer und Wanderer. Besonders beeindruckend ist die „Blaue Lagune“ mit ihrem türkisfarbenen Wasser und schneeweißen Sandstrand, die problemlos als Double für die Malediven durchgehen könnte. Fährverbindung gibt es von der Insel Malta direkt nach Comino.


















